Der Konzern wolle sich auf die attraktivsten Marktsegmente konzentrieren, begründete Europas größter Autobauer den Vorstoß. Damit würden Investitionen und Entwicklungsressourcen auf Produkte und Technologien fokussiert, die den größten Mehrwert für Kundinnen und Kunden sowie den höchsten Wertbeitrag für den Konzern lieferten, hieß es. Die weltweite Produktionskapazität solle von einst zwölf auf neun Millionen Fahrzeuge sinken.
Angaben zu einem weiteren Stellenabbau und möglichen Werksschließungen, über die Medien zuvor berichtet hatten, machte der Konzern nicht. An mehreren Standorten gab es Proteste gegen die Sparpläne. Betriebsratschefin Cavallo forderte Blume auf, sich im Laufe des Tages unmissverständlich zu den Gerüchten zu äußern.
Kretschmer und Lies üben Kritik an möglichen Werksschließungen
Der sächsische Ministerpräsident Kretschmer äußerte sich enttäuscht über die diskutierten Sparmaßnahmen. Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, sollte dies tatsächlich umgesetzt werden, wäre es ein riesiger Einschnitt. Das dürfe man so nicht zulassen. Kretschmer bemängelte etwa, es werde über die Schließung des Werks Zwickau-Mosel diskutiert, obwohl dieses nach der Umstellung auf Elektromobilität seine Kostenziele erreicht habe. So könne man nicht vertrauensvoll zusammenarbeiten. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Lies betonte, Werksschließungen seien keine Zukunftsstrategie für Volkswagen. Das Bundesland hält 20 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.
Volkswagen muss sein Geschäftsmodell nach eigenen Angaben grundlegend neu ausrichten. Für wirtschaftliche Probleme sorgen unter anderem der Absatzeinbruch in China und die Zölle der USA. Mehrere VW-Standorte sind nicht ausgelastet. Die Produktion in Deutschland gilt wegen hoher Energiepreise und Lohnkosten im internationalen Vergleich als teuer.
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Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
