Dlf 04.10.2026
08:47 Uhr

Ukraine-Krieg - Luftangriff auf Kiew während Besuch von Merz


Bundeskanzler Merz ist zu Gesprächen nach Kiew gereist. Er wird von Wirtschaftsministerin Reiche begleitet. Während des Besuchs gab es einen russischen Drohnenangriff auf eine Brücke in der ukrainischen Hauptstadt. Moskau hatte gestern vor Reisen nach Kiew gewarnt.

Ukraine-Krieg - Luftangriff auf Kiew während Besuch von Merz
Das einzige Tor zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern schießt, na klar, Klara Bühl.
Jürgen Kessler/Kessler-Sportfotografie/Imago
Der Kanzler sagte bei seiner Ankunft in Kiew, wenn Russland nicht gestoppt werde, richte sich die "Kriegsmaschinerie" früher oder später gegen Deutschland. Nach Angaben aus Regierungskreisen will Merz den ukrainischen Streitkräften in Kiew die baldige Auslieferung Tausender Abfangdrohnen zusichern, mit denen die besonders schnellen und daher auch besonders gefährlichen russischen Kampfdrohnen mit Düsenantrieb bekämpft werden können. 
Zudem soll die Produktion weitreichender Waffen vorangetrieben werden, mit denen Nachschublinien hinter der Front in Russland angegriffen werden können. Insgesamt sollen dafür eine Milliarde Euro aus bereits bewilligten Haushaltsmitteln freigegeben werden - und weitere 350 Millionen Euro für Reparatur und Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke.

Drohnenalarm in Kiew

Kiews Bürgermeister Klitschko informierte bei Telegram über einen Drohneneinschlag auf der Fahrbahn der Nordbrücke der ukrainischen Hauptstadt. Er hatte bereits heute früh von einem Drohnenalarm berichtet. Trümmer eines abgeschossenen Flugobjekts seien auf das Dach eines Wohnhauses gefallen.

Moskau ruft Ausländer zum Verlassen Kiews auf

Nur wenige Stunden vor der Ankunft des Kanzlers warnte das russische Außenministerium ausländische Besucher und Diplomaten vor einem Aufenthalt in Kiew. Sie sollten die Stadt verlassen und sich vor allem nicht in der Nähe von militärischen Objekten und Regierungsgebäuden aufhalten, hieß es in einer Mitteilung. 

Klitschko nennt Situation in Kiew "extrem dramatisch"

Die Sicherheitslage in Kiew hat sich zuletzt verschlechtert. Bürgermeister Klitschko nannte die Situation in der Stadt "extrem dramatisch". Er warnte wörtlich davor, dass Kiew "in Stücke gerissen" werde. Russland hatt in den vergangenen Tagen mehrere Brücken über den Dnipro angegriffen, sowie die Energieinfrastruktur und weitere zivile Ziele.
Diese Nachricht wurde am 04.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.