Dlf 29.03.2026
00:45 Uhr

USA - Millionen Teilnehmer bei "No Kings"-Protesten gegen Trump


In den USA finden erneut zahlreiche Demonstrationen gegen die Politik von Präsident Trump statt. Die Proteste unter dem Motto "No Kings", also "keine Könige", wenden sich gegen das nach Ansicht der Teilnehmer zunehmend autoritäre Verhalten Trumps. Auf Plakaten und Schildern mit Botschaften wie "Verteidigt Demokratie" und "Amerika hat keine Könige" kritisieren die Demonstranten zudem gegen den Iran-Krieg und die Einwanderungsbehörde ICE.

USA - Millionen Teilnehmer bei
Landesweit sind über 3.000 Aktionen angemeldet, die Veranstalter sprachen von insgesamt mehr als acht Millionen Teilnehmern. Große Demonstrationen gab es unter anderem in San Francisco und Los Angeles. In St. Paul im Bundesstaat Minnesota trat der Rocksänger Bruce Springsteen bei einer Kundgebung auf.
Es ist die dritte "No Kings"-Protestveranstaltung. Auch im Juni und im Oktober vergangenen Jahres gingen bereits mehrere Millionen Menschen auf die Straßen.

USA-Expertin sieht Trump unter Druck

Die USA-Expertin der Bertelsmann-Stiftung, Cathryn Clüver Ashbrook, sieht Trump wegen des Iran-Kriegs zunehmend innenpolitisch unter Druck.
Im Deutschlandfunk sagte die Politologin, der Iran-Krieg könnte auch die motivieren, an den Protesten teilzunehmen, die sich politisch zum unabhängigen Lager zählen. Clüver Ashbrook begründete dies unter anderem mit der gestiegenen Inflation. Das seien Konsequenzen, die die Amerikaner im Portemonnaie spürten. Selbst bei den Republikanern gebe es zunehmend Widerstand gegen Trump.
Viel lauter sei allerdings die, wie Clüver Ashbrook es nennt, "MAGA-Medienopposition" mit bekannten Podcastern, die großen Einfluss auf Anhänger der MAGA-Bewegung von Trump haben.

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

No-Kings-Proteste: Millionen bei Anti-Trump-Demos in den USA erwartet
Diese Nachricht wurde am 29.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.