Übergriffe auf Medienvertreter würden von einigen inzwischen offensichtlich als normal empfunden, hieß es seitens des Verbands. Dabei könnten sich Täter häufig absurderweise genau in dem Rechtsstaat sicher fühlen, den sie delegitimierten und bekämpften. Der DJV kritisierte ein Landgerichtsurteil zu einem ähnlichen Angriff im selben Ort vor acht Jahren als zu milde. Ihr Verband habe damals eine Signalwirkung in die völlig falsche Richtung befürchtet. Diese Befürchtungen seien nun bestätigt worden.
Am Mittwoch waren drei Journalisten in Fretterode attackiert worden. Tatverdächtig sind zwei Männer aus der rechtsextremen Szene. Bereits 2018 gab es in dem kleinen Ort eine Attacke auf Journalisten. Das Landgericht Mühlhausen verhängte damals gegen zwei Angeklagte eine Bewährungsstrafe und Arbeitsstunden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Die Verfahrenswiederaufnahme läuft.
Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
