Dlf 13.07.2026
01:42 Uhr

Straße von Hormus - US-Streitkräfte fliegen neue Angriffswelle gegen den Iran, Teheran meldet erste Gegenangriffe


Das US-Militär hat weitere Angriffe auf den Iran geflogen. Das zuständige Regionalkommando Centcom teilte mit, Ziele seien ⁠Luftabwehrsysteme, Radarstationen sowie Raketen- ‌und Drohnenstellungen gewesen. Damit sollten Fähigkeiten des Landes eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren.

Straße von Hormus - US-Streitkräfte fliegen neue Angriffswelle gegen den Iran, Teheran meldet erste Gegenangriffe
Man habe dutzende Ziele an mehreren Standorten mit Präzisionsmunition ‌getroffen. Laut Medienberichten wurden auch Schiffe der Revolutionsgarden getroffen. Das iranische Staatsfernsehen berichtete über Explosionen nahe der Stadt Sirik. In Teheran verurteilte das Außenministerium die jüngsten Angriffe in der Nacht. Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichte gemacht. Die USA hätten zudem "eine Rückkehr der Unsicherheit in der Straße von Hormus sowie Störungen der internationalen Handelsschifffahrt verursacht".
Laut den iranischen Revolutionsgarden begannen am frühen Morgen erste Gegenangriffe. Man habe Ziele in Jordanien, Bahrain und Kuwait attackiert. Der Iran hatte in den vergangenen Tagen auf amerikanische Attacken mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region reagiert.
Derweil rief UNO-Generalsekretär Guterres dazu auf, sofort wieder Verhandlungen aufzunehmen. Er sagte, ein vollständiges Wiederaufflammen des Kriegs könne katastrophale Konsequenzen haben. Es ist bereits die vierte US-amerikanische Angriffswelle seit der erneuten Eskalation des Kriegs in der Nacht zu Mittwoch.
Zuletzt hatten die USA Angriffe auf Ziele entlang der iranischen Südküste und auf der Insel Gheschm im Persischen Golf geflogen. Der Iran reagierte mit Attacken auf amerikanische Stützpunkte in mehreren Golfstaaten.
Über die aktuellen Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten halten wir Sie rund um die Uhr auch in unserem Newsblog auf dem Laufenden.
Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.