Zu seiner Beerdigung in der Hauptstadt Belgrad werden tausende Menschen erwartet. Justizminister Vujic kündigte an, dass Mladić bei den Trauerfeierlichkeiten alle staatlichen Ehren zuteil werden sollen.
Aus Protest dagegen sagte EU-Erweiterungskommissarin Kos eine Reise nach Serbien ab. Sie erklärte, die Verherrlichung Mladićs sei unvereinbar mit den Werten der Europäischen Union. Serbien ist seit 2012 offizieller EU-Beitrittskandidat.
Mladić war vor anderthalb Wochen im Alter von 84 Jahren in der niederländischen Stadt Den Haag gestorben. Er wurde 2017 vom UNO-Kriegsverbrechertribunal zu lebenslanger Haft verurteilt - wegen Gräueltaten im Bosnien-Krieg, darunter das Massaker von Srebrenica 1995.
Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
