Nach Hochrechnungen des Meinungsforschungsinstituts gfs.bern lehnten 71 Prozent der Wähler die Neutralitätsinitiative ab. Sie war von einem Verein eingebracht worden, der der rechtskonservativen Partei SVP nahesteht. Ziel der Initiative war, dass die Schweiz sich nicht nur aus bewaffneten Konflikten heraushält, sondern auch keine Sanktionen mehr gegen Länder verhängt, die einen Krieg begonnen haben. Auch Kooperationen mit Verteidigungsbündnissen wie der NATO sollten verboten werden.
Das Argument der Befürworter war, dass das Land so sicherer werde. Alle anderen großen Parteien hatten sich dagegen ausgesprochen. Ein Gegenargument lautete, man könne sich nicht hinter der Neutralität verstecken. Bei Völkerrechtsverletzungen dürfe die Schweiz nicht wegschauen, um eigene Interessen oder den Frieden zu wahren.
Diese Nachricht wurde am 27.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
