Dlf 11.09.2026
04:23 Uhr

Nach riskanten Investments - SPD-Politiker Wiese fordert weniger Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen


Angesichts hoher Verluste durch riskante Finanzgeschäfte von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen mehren sich die Forderungen nach Konsequenzen.

Nach riskanten Investments - SPD-Politiker Wiese fordert weniger Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen
Bloß nicht auf den letzten Metern kentern: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (links, mit Kanu-Olympiasieger Max Rendschmidt) wirbt für die Olympiabewerbung der Region „KölnRheinRuhr“
Anke Wälischmiller/Imago
Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Wiese, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Kassenvertreter und Vertreter der Ärzteschaft hätten wie waghalsige Hedgefondsmanager agiert. Die milliardenschweren Wetten gingen zu Lasten der Versicherten und müssten lückenlos aufgeklärt werden. Die Grünen-Politikerin Piechotta erklärte, offensichtlich fehle es einigen Kassen an ausreichenden Kontrollmechanismen und finanzpolitischem Sachverstand. Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung melden, untersuchen derzeit mehrere Bundes- und Landesbehörden, wie es zu den Fehlinvestments bei insgesamt zwölf Krankenkassen kommen konnte. Der finanzielle Schaden könnte sich demnach auf 1,1 Milliarden Euro belaufen. Bisher war von rund 220 Millionen Euro die Rede gewesen.
Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.