Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn. Wie bereits berichtet, wird die bisherige Gesundheitsministerin Warken Thorsten Frei als Kanzleramtschefin ersetzen, dieser folgt als Unionsfraktionschef auf den zurückgetretenen Spahn.
CDU-Generalsekretär Linnemann übernimmt das Gesundheitsministerium. Außerdem soll der Staatssekretär im Digitalministerium, Amthor, Bund-Länder-Beauftragter im Kanzleramt werden.
Umbesetzung von Verkehrsministerposten offenbar kurzfristig gescheitert
Die Umbildungen im Kabinett durch Bundeskanzler Merz rufen Kritik aus den Reihen der Opposition hervor. Mit Blick auf Linnemann sagte der Grünen-Politiker Dahmen der "Augsburger Allgemeinen", es entstehe der Eindruck, dass für dieses Ministerium weder gesundheitspolitische noch medizinische Kenntnisse entscheidend seien. Der Linken-Gesundheitspolitiker Gürpinar monierte in der "Rheinischen Post", Linnemann sei ein sozialpolitischer Hardliner - dies lasse Schlimmes befürchten.
Zu Medienberichten, wonach Bundesverkehrsminister Schnieder seinen Posten räumen muss, äußerte sich Merz nicht. Es werde noch weitere Änderungen geben, kündigte der Kanzler an, diese würden jedoch noch einige Tage brauchen. Zuvor hatte es geheißen, Schnieder werde voraussichtlich durch den Finanzpolitiker Fritz Güntzler ersetzt. Offenbar scheiterte eine Neubesetzung des Verkehrsministeriums, weil Güntzler kurzfristig abgesagt hatte. Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses Al-Wazir von den Grünen nannte dies handwerklich katastrophal.
Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
