Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, hält die Vorschläge für angemessen. Angesichts der galoppierenden Ausgaben gebe es nicht viele Alternativen, sagte Reinhardt im ZDF. Auch die Ärzteschaft müsse unbedingt einen Beitrag leisten. Der Spitzenverband der Krankenkassen, GKV, lobte die Kopplung der Ausgaben an die Einnahmen. Für die Krankenkassen sei das ein lang ersehnter Paradigmenwechsel.
Auf Kritik stoßen vor allem die geplanten Leistungskürzungen für Versicherte und die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner. Der Sozialverband Deutschland warnte vor einer besonderen Belastung für Menschen mit geringem Einkommen. Der Gesetzentwurf zu den Plänen soll noch im April ins Bundeskabinett kommen.
Warken will 20 Milliarden einsparen
Warken will im kommenden Jahr 20 Milliarden Euro im Gesundheitssystem einsparen. Über drei Viertel der Vorschläge der Expertenkommission sollten umgesetzt werden, hatte die CDU-Politikerin in Berlin mitgeteilt. Beitragen zu den Einsparungen sollten Ärzte, Krankenhäuser, Krankenkassen, Pharmabranche, Apotheker und Arbeitgeber sowie die Patienten.
Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
