Dlf 29.03.2026
07:06 Uhr

Gesundheitspolitik - Krankenkassen gegen Einsparungen zuerst bei Patienten


Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben bei der Reform zur Stabilisierung ihrer Finanzlage vor Einsparungen zu Lasten der Patienten gewarnt. Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Blatt, sagte der Deutschen Presse-Agentur, gerade Ärzte- und Krankenhausvertreter seien in den letzten Monaten schnell dabeigewesen, höhere Zuzahlungen, Eintrittsgeld für Arztpraxen oder Leistungskürzungen zu fordern.

Gesundheitspolitik - Krankenkassen gegen Einsparungen zuerst bei Patienten
Das wäre der falsche Weg. Wenn überhaupt, dann seien Belastungen der Patientinnen und Patienten das letzte Mittel und nicht das erste. Eine dauerhafte Lösung liege nicht in einer Erhöhung der Einnahmen, sondern in Strukturreformen, um die extreme Ausgabendynamik der vergangenen Jahre zu stoppen.
Morgen legt eine von Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission erste Vorschläge für eine Reform vor. Die schwarz-rote Koalition will die Krankenkassen angesichts stark steigender Milliardenausgaben damit finanziell stabilisieren. Angestrebt wird eine zügige Umsetzung, um neue Anhebungen der Zusatzbeiträge zu vermeiden. Für 2027 wird eine Lücke von mindestens 12 Milliarden bis 14 Milliarden Euro erwartet.
Diese Nachricht wurde am 29.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.