Nach Darstellung der Anwälte der verurteilten Mörderin lebte die 50-Jährige auch nach der Verabreichung zweier Giftspritzen zunächst noch. Der zuständige Richter habe mitgeteilt, dass sie nicht für tot erklärt wurde. Die Justizvollzugsbehörde habe die medizinische Notfallversorgung und den Transport in ein Krankenhaus angeordnet.
Pike war 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt.
Nach der gescheiterten Hinrichtung gibt es scharfe Kritik an den Behörden
Ein Sprecher der gemeinnützigen Organisation "Death Penalty Information Center" sagte, der Vorfall sei das Schlimmste, was man je gesehen habe und unterscheide sich von jeder anderen fehlgeschlagenen Hinrichtung der modernen Zeit. Die deutsche Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Duchrow, meinte, der Fall zeige, dass es keine humane Hinrichtungsmethode gebe.
Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
