Die CDU-Politikerin sagte zur Debatte über eine mögliche Reform, künftige Einsparungen könne es nur geben, wenn Familien zusätzliche Steuerentlastungen erhielten und eine verlässliche Kinderbetreuung gesichert sei. Familien dürften nicht die ersten sein, die zum Sparen herangeholt würden. Nötig sei eine Paketlösung, die auch Einsparungen bei der Rente vorsehe.
Ökonom Geis-Thöne: Ausgaben für Familien sind Investitionen in die Zukunft
Der Ökonom Wido Geis-Thöne vom Institut der deutschen Wirtschaft warnte vor Kürzungen. Geis-Thöne sagte ebenfallsim Deutschlandfunk, Ausgaben für Familien seien Investitionen in die Zukunft, weil Kinder in einigen Jahren den Staat und die Wirtschaft trügen. Daher sei es wichtig, ihnen gute Bedingungen zum Aufwachsen zu geben und jenen, die diese bieten könnten, Anreize für Entscheidungen für Kinder zu geben. Geis-Thöne warnte vor einer weiteren Absenkung der Einkommensgrenze oder einer Kürzung bei der Bezugsdauer.
Pflichtmonate für Väter erhöhen
Zwei konkrete Stellschrauben beim Elterngeld werden diskutiert, um die von Finanzminister Klingbeil geforderten Einsparungen zu erreichen. Erstens könnte die Einkommensobergrenze niedriger angesetzt werden. Aktuell bekommen Paare, die zusammen mehr als 175.000 Euro im Jahr versteuern müssen, kein Elterngeld. Zweitens könnten die Pflichtmonate für Väter erhöht werden.
Denn um die vollen 14 Monate Elterngeld zu erhalten, muss bei einem Paar der Hauptverdiener – oft der Vater – nur zwei dieser 14 Monate Elterngeld nutzen. Künftig müssten Väter entweder länger zu Hause bleiben – oder Kürzungen des Elterngelds in Kauf nehmen. Das würde die Ausgaben senken.
Weiterführende Informationen
Elterngeld - aktueller Stand und letzte Änderungen
Diese Nachricht wurde am 26.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
