Das Geld fließt in ein Vorsorgedepot. Eltern können den Betrag auf rund 7.000 Euro jährlich erhöhen. Auszahlungen sollen ab dem 65. Geburtstag möglich sein.
In der vorangegangenen Debatte lobten Abgeordnete von Union und SPD den Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersversorgung im jungen Alter. Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Günzler, betonte, bis zum 65. Lebensjahr würden etwa 53.000 Euro zusammenkommen. Zudem könnten schon Kinder mehr über die Funktionsweise des Kapitalmarkts erfahren.
Der SPD-Haushaltspolitiker Thews sprach von einem Schritt, der vielen Menschen beim Aufbau einer vernünftigen Altersversorgung helfe. Vertreter der AfD äußerten Unterstützung für das Vorhaben, bemängelten aber den vom Staat eingezahlten Beitrag als zu niedrig.
Linken-Politikerin Vollath: Kein Beitrag zur Chancengleichheit
Politiker von Grünen und Linken monierten, die Frühstartrente verstärke soziale Ungleichheit. Die rentenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Vollath, sagte im Deutschlandfunk, es sei "fast ein bisschen unanständig", zu behaupten, wenn man Kindern zehn Euro im Monat gebe, sei dies ein Beitrag zur Chancengleichheit. Wohlhabende Eltern könnten den Betrag bis zur Obergrenze um fast 7.000 Euro im Jahr aufstocken, und sie sparten dabei auch noch Steuern. Ärmeren Müttern und Vätern sei dies hingegen nicht möglich, sagte die Linken-Politikerin.
Bevor die Frühstartrente in Kraft treten kann, ist noch die Zustimmung des Bundesrates nötig. Alle Details zur neuen Altersvorsorge für Kinder lesen Sie hier.
Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
